REACH-Revision gestoppt
EU-Kommission setzt auf Vereinfachung und konsequente Umsetzung
Schon lange stand die Frage im Raum: Kommt die REACH-Revision oder kommt sie nicht? Jetzt herrscht Klarheit: Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass die geplante Überarbeitung der REACH-Verordnung aktuell nicht weiterverfolgt wird.
Stattdessen setzt Brüssel auf Vereinfachung, Modernisierung und vor allem eine stärkere Durchsetzung innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Für Hersteller, Importeure und Inverkehrbringer von Chemikalien in der EU und im EWR bedeutet das mehr Planungssicherheit – aber keine Entlastung im Alltag.
Unternehmen müssen die Entwicklungen weiterhin eng verfolgen, etwa bei Stoffbeschränkungen und Zulassungsverfahren, der Lieferkettenkommunikation, neuen Anforderungen zur Einstufung und Kennzeichnung aber auch angesichts übergreifender Initiativen der europäischen Chemikalienpolitik.

Reaktionen und Ausblick
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bewertet die Entscheidung der Kommission als wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Europa, fordert zugleich jedoch weitere Schritte zum Abbau regulatorischer Belastungen
Bereits zu Beginn dieses Jahres haben wir auf der Chem-Academy-Konferenz für Produktsicherheit erörtert, wie Verbesserungen möglich sind, ohne den Gesetzestext neu zu verhandeln – und zwar durch praktische Ansätze wie einen intensiveren Dialog mit den Behörden, eine stärkere Berücksichtigung wissenschaftlicher Expertise sowie konkrete Vereinfachungen bei der Aktualisierung von Dossiers und eine geringere Häufigkeit von Aktualisierungen der IT-Systeme (REACH-IT, IUCLID-Updates).
Fazit:
Die große Reform ist vom Tisch – doch die regulatorische Dynamik bleibt unverändert …
Den Text der EU-Kommission können Sie hier lesen.





