Review: HELASOFT auf der 19. Jahreskonferenz der Chem-Academy für Produktsicherheit in der chemischen Industrie

26. -27. Januar 2026

Zwei intensive Tage in Köln: Die 19. Fachtagung „Produktsicherheit in der chemischen Industrie“bot Anfang der Woche wieder viel Raum für den Austausch zwischen Industrie, Behörden und Beratung. Beigetragen dazu haben auch die vielen Beiträge unter anderem von Evonik, UL Solutions, BASF, Merck, Henkel und vielen mehr. Als langjähriger Partner der Chem-Academy war Helasoft mittendrin. Hier einige Eindrücke:

Der Clean Industrial Deal (ICD) nimmt Form an

Zum Auftakt ging es um die neuen europäischen Aktionspläne zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Während der Green Deal bereits konkrete regulatorische Vorgaben enthält, bleibt der ICD vorerst politische Absichtserklärungen.

REACH-Revision: Ja, Nein, Vielleicht?

Ein weiterer Schwerpunkt war die geplante Überarbeitung der REACH-Verordnung. Seitens der Industrie wurden Vorschläge vorgestellt, die vor allem auf Vereinfachung und eine Reduzierung des administrativen Aufwands abzielen und nicht auf Deregulierung. Ob die Revision Ostern 2026 kommt? Weiter offen.

Regulierung und digitale Transformation (S/4HANA)

Auch die Rolle digitaler Prozesse, insbesondere im Kontext von S/4HANA-Transformationen, wurde intensiv diskutiert. Deutlich wurde: Passende Tools und strukturierte Prozesse können Produktsicherheitsabteilungen in der Transformation erheblich entlasten.

Wir selbst unterstützen Unternehmen dabei z.B. mit HelaFlash, unserem Tool zur sicheren, automatisierten SAP-Datenmigration.

a collage of pictures showing Helasofts booth at the chemacademy conference as well as a picture of the presentations room and different attendees

PFAS: neue „Verhältnismäßigkeit“. Weltweiter Flickenteppich

Beim Thema PFAS zeichnete sich ein zunehmend komplexes Bild ab. Künftig soll bei Beschränkungen stärker auf die Verhältnismäßigkeit geachtet werden.

Helasoft-Partner UL Solutions zeigte, wie uneinheitlich PFAS derzeit reguliert sind: Einige EU-Länder haben bereits Verbote erlassen. In den USA ist die Lage mangels einheitlicher PFAS-Definition noch fragmentierter.

CLP-Revision und Chemicals Simplification Omnibus

Auch die geplanten Vereinfachungen im Rahmen der CLP-Revision wurden beleuchtet. Der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission sieht unter anderem die Rücknahme bestimmter neuer Anforderungen vor. Die „Stop-the-Clock“-Regelung verschafft Unternehmen bis zur Positionsnahme des EU-Parlaments im April mehr Zeit.

Neues Produkthaftungsrecht erfordert proaktives Handeln

Die Neuregelung erleichtert künftig die Durchsetzung von Schadensersatzansprüche. Sie wird Ende 2026 in deutsches Recht umgesetzt. Unternehmen sollten sich frühzeitig auf mögliche Klagen einstellen und auch in der Produktsicherheit interne Prozesse sowie Dokumentationen entsprechend stärken, um Risiken zu minimieren.

Abschied und Dank

Ein herzliches Dankeschön an Volker J. Soballa und Dr. Bjoern Nehlsdie uns sourverän durch das Programm geführt haben.

Besonderer Applaus galt der Verabschiedung von Raimund Weiß (BAuA), der die Veranstaltungsreihe seit ihren Anfängen als pragmatischer Ratgeber mitgeprägt hat!

Vielen Dank auch allen anderen für die anregenden Gespräche und Diskussionen. Gerne laden wir Sie ein, die Gespräche fortzusetzen..

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